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LANGELEBEN - Die Späteren Jahre
Die Beendigung der allgemeinen Wehrpflicht 1960 führte zu
gesellschaftlichen Umwandlungen bei den Britischen Streitkräften.
Die neue Berufsarmee wurde kleiner, aber besser ausgerüstet und
finanziert. Für Langeleben bedeutete es, daß besser ausgebildete
und besser besoldeten Soldaten zur Armee kamen. Die Qualität der
Einheit in Langeleben stieg ständig.
Durch die abgelegene Lage der Kaserne bekam die Einheit viele
Dinge um das Leben angenehmer zu machen, u. a. das
Freibad,
das
Kino, und die gern frequentierte
Bar im Soldatenheim. Die
Unteroffiziere wandelte einen Lagerraum zu einer gemütlichen Bar
um. Der Hohlraum mitten im Gebäude wurde überdacht und zum
Festsaal für die Offiziere und Unteroffiziere umgebaut.
Auch die technische Welt hat sich seit den 50-er Jahren geändert.
Rasante Fortschritte in der funkelektronischen Technologie in
den 60-er und 70-er Jahren fuhrten dazu, daß nun das moderne
Schlachtfeld mit elektronichschen Systemen für Führung,
Steuerung und Überwachung übersättigt war. Um diese Zustände
weiter zu erhalten und Herr der Lage zu bleiben, wurden die
taktischen elektronischen Kampfeinheiten des Heeres
umorganisiert. Zum Bedauern aller wurde das 225. Signal Squadron
aufgelöst.
Am 1. Juli 1977 wurde das Fernmelderegiment 14. (14th Signal
Regiment (Electronic Warfare) ins Leben gerufen. Das Regiment
bestand aus den bisher unabhängigen Teileinheiten
Fernmeldeschwadron 225 in Langeleben, Fernmeldeschwadron 226 in
Wesendorf und Fernmeldezug “E” aus Blandford/GB. Dazu kamen neu:
Regimentsstab, Nachrichten- , Fernmelde-, Verwaltungs- und
Logistikeinheiten. Das Regiment wurde Teil der 1.
Fernmeldebrigade des 1. Britischen Corps.
Das Regimentshauptquartier, das Stabsschwadron und das 3.
Schwadron wurden zuerst in Tofrek Barracks, Hildesheim
stationiert. Das Stabsschwadron bestand aus den beiden
Regimentsgefechtsständen, mit Verwaltungs- und Logistiktruppen.
Das 3. Schwadron war für das Fernmeldewesen des Regiments
zuständig. Das 1. (EloK) Schwadron blieb in Langeleben, das 2. (EloK)
Schwadron vorerst in Wesendorf.
Die Entfernungen vom Hauptquartier zu den beiden
EloK-Schwadronen fuhrte dazu, einen etwas günstiger gelegenen
Stützpunkt zu suchen. 1978 übernahm das Regiment ein altes
Munitionsdepot in Scheuen, nördlich von Celle. Diese
Liegenschaft war in sehr schlechter Verfassung und die Suche
wurde fortgesetzt. Es dauerte letztendlich sieben Jahre.
Versuche, eine neue Kaserne in Königslutter zu bauen, oder eine
Bundeswehr-Kaserne in Braunschweig zu übernehmen, fuhrten zu
nichts. Als schließlich 1985 ein Artillerieregiment auszog,
konnte das Regiment in Taunton Barracks in Celle einziehen.
Taunton Barracks (früher die Heidekaserne, heute das neue
Rathaus) ist ein massives Backsteingebäude aus dem Jahr 1870.
Die gewaltige Größe der Kaserne bedeutete, daß zum ersten Mal,
alle Einheiten des Regiments zusammenziehen konnten. Leider
musste das 70-Kilometer entfernte 1. Schwadron sein Langelebener
Standort verlassen und nach Celle umziehen. In Langeleben blieb
ein kleines Stammpersonal unter Kommando eines
Oberstabsfeldwebels der Fernmeldetruppen.
Fortsetzung folgt. © John Richardson 2008
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